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Noch am Mittwoch war die Entscheidung vertagt worden - jetzt hat Baden-Württembergs Ministerpräsident Kretschmann das Vorgehen bekannt gegeben. Eine wesentliche Rolle hat die Entwicklung in einer Kita in Freiburg gespielt.

Baden-Württemberg verzichtet nach dem Ausbruch der Coronavirus-Mutation in einer Freiburger Kita auf eine frühere Öffnung von Kitas und Grundschulen. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat entschieden, den Corona-Lockdown auch in Kitas und Schulen bis zum 14. Februar fortzusetzen, wie er am Donnerstagabend in Stuttgart. Die Pläne für eine Öffnung hätten vorgelegen, so Kretschmann. Die Infektionszahlen seien rückläufig, "unsere Maßnahmen wirken also", so der Grünen-Politiker.

Öffnung von Kitas und Grundschulen für Kretschmann "zu großes Risiko"

Die Informationen über den Ausbruch einer Coronavirus-Mutation in der Kita in Freiburg am Mittwoch hatte die Diskussion um eine Öffnung allerdings verändert, führte Kretschmann aus. "Wir hatten die Hoffnung, dass es noch länger dauert, bis sich die Mutationen ausbreiten", sagte Kretschmann. Doch mit dem Ausbruch in Freiburg habe man feststellen müssen, dass die Mutanten nicht vor der Tür stünden, "sie sind schon da", so Kretschmann weiter.

Es tue ihm wahnsinnig leid, den angedachten Plan der schrittweisen Öffnung nicht umsetzen zu können. Es wäre ein zu großes Risiko gewesen, dass man nicht hätte eingehen dürfen, begründete der Grünen-Politiker seine Entscheidung, der um Verständnis in der Bevölkerung warb. Das große Ziel sei nach wie vor, die Sieben-Tage-Inzidenz auf unter 50 pro 100.000 Einwohnern zu drücken.

(Quelle:https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/entscheidung-oeffnung-kitas-und-schulen-100.html)